Welchen Köder nehme ich für welchen Fisch? Copyright © 2016---2020 by Ruhrpottangeln.de                     Angeln im Ruhrpott     Was für ein Köder nehme ich, diese Frage stellt sich jeder Angler bevor er ans Wasser geht. Die Auswahl für den Angler an Kunstködern auf dem heutigen deutschen Markt ist unheimlich groß. Grundsätzlich unterscheiden wir unter zwei große Köderarten, der Natur und der Kunstköder. Der Naturköder: Fangen wir an mit den Ködern, die wir direkt aus der Natur bekommen können. Der Vorteil der so ein Köder haben kann ist, dass dieser Köder fast immer zur Hauptnahrungskette sehr vieler Fischarten gehört und damit ist er den meisten Fischen auch vertraut. Außerdem geben Naturköder immer eigene Duftstoffe ins Wasser ab, was für einen guten Fangerfolg steigernd sein kann. Der Dendrobena: Mit Dendrobena aber auch Laub- und Mistwürmern hat man Erfolg wenn die Forellen träge sind. Angeboten werden sie auf zwei Arten: an einer ganz leichten Posenmontage beziehungsweise an einer leichten Grundblei- oder übertief eingestellten Posenmontage. Im zweiten Fall sorgt ein Styropor-Kügelchen für den Auftrieb des Köders. Der Tauwurm: Der Tauwurm (Lumbricus terrestris), auch Aalwurm genannt, ist noch vor dem Kompostwurm, die bekannteste und verbreitetste Art der heimischen Regenwürmer beim Angeln. Mit einem Tauwurm lässt sich jeder unserer Angelfische betören vom kleinen Weißfisch bis hin zum großen Wels. Die Made: Maden gibt es im Angelgeschäft und jeder Zoohandlung zu kaufen. Die Made ist ein sehr beliebter Friedfischköder. Sie werden auch sehr gerne mit ins Futter beigemischt. Als Angelmaden werden vor allem Maden der Blauen und Grünen Schmeißfliege, oder die der Stubenfliege verwendet. Maden sind auch ein top Köder für die Barbe. Die Bienenmade: Die von allen Anglern geschätzte "Bienenmade" ist die Larve der großen Wachsmotte, die für alle Imker einen Schädling darstellt! Nicht nur Forellen lieben diese bis zu 5cm großen Köder! Falls man auch z. B. mal auf Aal angeln sollte lohnt sich der Einsatz dieses Köders definitiv. Die Boilies: Das Boiliefischen wurde um 1975 in England erfunden und hat seit dem immer mehr an Popularität gewonnen Man kann grandiose Karpfen aber auch Schleie und Brassenfänge mit einem Boilie an der Haar-Montage erzielen. Da der Karpfen  und die Schleie ihre Nahrung meist am Grund aufnimmt wird beim Boiliefischen nur am Grund gefischt. Was für Teig: Angelteig kann man ganz einfach auch selber herstellen. Weißbrot mit Wasser und einer Tasse Mehl zu einen festen Teig durchkneten. Ich verfeiner den Teig am Ende noch mit Aromen aus der Backabteilung meiner Frau. Für den Teig gibt es extra spezielle Teighaken zu kaufen mit einer kleinen Spirale, damit der Teig besser auf dem Haken hält. Die Köderfische: Um große Räuber wie den Hecht oder Zander zu fangen nehme ich sehr gerne tote kleine Fische, die ich dann meinem Zielfisch an den verschiedensten Montagen anbieten kann. Ich bevorzuge Rotaugen, Lauben aber auch kleine Barsche und Grundeln als Köderfisch. Die Fischfetzen: Als Fetzenköder bezeichnet man in Stücke oder Streifen geschnittene Fische oder auch Leberstückchen, die ich am Angelhaken meinem jeweiligen Zielfisch anbiete. Moderne Kunstköder: Schauen wir nun auf die vielen verschiedenen Kunstköderarten die es gibt. Sie werden hauptsächlich für den Fang von Raubfischen verwendet. In der Regel sollen sie echte Fische "imitieren" und den Raubfisch somit zum Anbiss verleiten. Der Blinker: Ein Blinker ist ein meist ovaler Kunstköder aus Metall, der meistens zum Angeln auf kleinere und größere Raubfische benutzt wird. Der glänzende Metallkörper ist auf der flachen Seite leicht eingedellt, was dazu führt, dass er beim Zug durch das Wasser in torkelnde Bewegungen versetzt wird und so kleine kränkelnde Fischchen imitiert. Der Barsch, Zander und Hecht sind Fische die mit dem Blinker gerne geangelt werden. Der Spinner: Sie sind ebenfalls aus Metall, ein sogenanntes Spinnerblatt dreht sich um eine Draht-Achse und erzeugt dadurch sehr starke Druckwellen und optische Effekte unter Wasser die den Fisch an die Angel bringen soll. Der Wobbler: Der Wobbler ist der Klassiker unter den Kunstködern, man unterscheidet Wobbler am Laufverhalten (z. B. schwimmend oder sinkendend). Die meisten haben eine Tauchschaufel in Maulhöhe, welche für die verschiedenen Laufarten und Wassertiefen verantwortlich ist. Es gibt ein und mehrteilige Wobbler. Häufig haben sie auch kleine Rasseln mit eingebaut, um die Fische noch mehr auf sich aufmerksam zu machen. Gut für Hecht, Zander und Barsch. Der Gummifisch: Ist ein moderner Kunstköder, der häufig in Verbindung mit Jighaken (Angelhaken mit Bleikopf) und beim Drop-Shot Angeln eingesetzt wird. Alle haben die Aufgabe, kleine Fische zu imitieren und den hungrigen Räuber zum Biss an den Haken zu verleiten. Andere kleinere Gummis: Gummiköder gibt es auch in anderen Formen, wie Froschimitate - Wurm, Krebse oder auch Insektenimitate. Auch diese Köder sind nicht zu verachten und sollte man nicht aus den Augen verlieren, es wurde schon so mancher großer Fisch damit überredet an den Haken zu gehen. Hier ein paar kleine extra Tipps: 1) Als Anfänger sollte man mit Blinkern und Spinnern sowie mit Oberwasserködern beginnen, da die Köderführung durch    einfaches Einkurbeln sehr viel einfacher ist. 2) Wobbler und Gummifische erfordern etwas mehr Übung. Trockenübungen im eigenen Garten oder auf einer freien Wiese erleichtern das Werfen dann später am Wasser doch sehr. 3) Angelt man auf Hechte, sollte man immer ein Stahlvorfach verwenden. 4) Gerade bei Junganglern sollte man beim Auswerfen die Schnur langsam durch zwei Finger gleiten lassen und sie auf etwas Spannung halten um Schnurperücken zu vermeiden. Petri Heil ihr Kanalangler Udo