Copyright © 2016---2020 by Ruhrpottangeln.de Die Kesslergrundel: In diesem Bericht stelle ich euch die Grundel mal als einen interessanten Köderfisch vor und wie ich es geschafft habe ihre ständigen Bisse an Wurm und Maden drastisch zu senken. Die Grundel ist in meinen Augen als Köderfisch ein echtes Allroundtalent. Sie ist ein super Köderfisch geworden für auf Raubfische zu angeln. Der Hecht, Barsch, Zander und auch Aal, hat sich richtig auf die Grundel eingeschossen. Am Haken hält sie besonders gut, weil sie so eine unheimlich zähe Haut besitzt. Auch Fischfetzen von einer Grundel halten sehr viel besser am Haken als etwa von einem Rotauge. Sie ist extrem leicht zu fangen, also perfekt, wenn man schnell mal an ein paar Köderfische kommen möchte. Am Rhein und im Duisburger-Hafen Angel ich selber nur noch mit toten Kesslergrundeln auf Zander, Barsch und Hecht. Von den meisten Anglern (früher auch von mir) wird sie regelrecht gehasst, denn sie stürzt sich einfach auf alles Fressbare, was sie in ihr Maul bekommt. Meine größte Grundel war überaschenderweise ganze 25 cm. lang gewesen, die ich im Rhein Herne Kanal 2015 gefangen hatte. Die Grundel übersteht auch sehr starke Gewaltwürfe ohne Probleme, wenn ihr euren Haken oder Drilling durch ihre harte Wirbelsäule auf euer Vorfach aufzieht. Sie sieht einer Koppe sehr ähnlich, ihr kleiner Unterschied zur Koppe ist aber sehr leicht zu erkennen. Schaut man sich die Grundel von unten an, erkennt man an ihrem vorderen Bauchteil eine kleine saugnapfähnliche Flosse, die eine Koppe nicht besitzt. Zum angeln in Fließgewässern wie dem Rhein oder der Lippe ist sie für mich der ideale Naturköder geworden. Wie reduziere ich Grundelbisse: Sehr viele Angler fragen sich immer wieder, wie vermeide ich Grundeln an meinen Haken? Ganz kann man das Problem natürlich nicht lösen. Aber ich habe gerade im Rhein sehr viel weniger Grundelbisse bekommen, wenn ich meinen Köder  an einem 70 bis 100 cm. langen Vorfach anbiete,   das ich mit einem 2 bis 3 gr. schweren Schrotblei in der Mitte auf 40 bis 50 cm. Höhe über Grund anbiete. Das erreiche ich, indem ich hinter dem Haken einen dem Köderfisch angepassten Auftriebskörper verwende. Als Auftriebskörper kann man Styroporkugeln oder Stücke aus alten Styroporplatten benutzen. Ein kleiner Tipp dazu: Bin ich mal in der Stadtmitte, frage ich in einem Elektrogeschäft nach den kleinen Styroporkugeln oder Plättchen, die den Kartons zum Schutz der Fernsehgeräte, Radios oder anderen Elektroartikeln beiliegen. Die Geschäfte sind froh, wenn sie ihr Zeug loswerden können und ich habe einen guten kostenlosen Auftriebskörper. Mit einer Plastiktüte voll von dem Zeug kommt ihr sehr lange aus. Kommen wir nun zum Anfüttern: Auch das Futter kann man beeinflussen, um weniger Grundeln und dafür mehr Fische gerade im Rhein und Lippe an den Haken zu bekommen. Ich bereite meinen Teig immer selber vor. Was brauche ich dazu? Ich nehme Weißbrot, alte Brötchen und Paniermehl und mische alles zusammen. Um den Teig fester zu bekommen, mische ich immer noch eine oder auch je nach Menge zwei Tassen Mehl mit unter. Jetzt habe ich natürlich einen sehr hellen Teig, den ich gerade im Winter nicht benötige. Ich verdunkel meinen Teig entweder mit billigen Kakaopulver oder dunkler Lebensmittelfarbe soweit, bis er mir zusagt. Natürlich könnt ihr auch Aromastoffe wie Honig, Vanillepulver, Knoblauch oder andere Köder-Lockstoffe nach belieben hinzufügen. Das Ganze knete ich zu kleinen Teigfrikadellen von 5X5 cm. die ich am Wasser immer noch mit kleinen Kieselsteinen beschwere, um sie besser auf dem Grund zuhalten. Da der Teig mit Absicht durch das Mehl sehr fest und auch schwer ist, haben die Grundeln eine Menge zu tun, um ihn aufzubröseln. Damit gebe ich meinem Zielfisch die Möglichkeit an meinen 40 bis 50 cm. über Grund hängenden Köder zu gelangen, was früher ohne den sehr festen Teig einfach nicht möglich gewesen war, da die Grundeln sich schon meinen Köder geschnappt hatten, bevor mein Zielfisch überhaupt die Gelegenheit bekam an mein Köder zukommen. Probiert es ruhig einmal aus, es klappt sehr gut, ihr werdet erstaunt sein. Petri Heil ihr Kanalangler Udo                     Angeln im Ruhrpott