Copyright © 2016---2020 by Ruhrpottangeln.de Der Dortmund-Ems-Kanal Der DEK wurde im Jahr 1899 nach nur 9 Jahren Bauzeit fertig gestellt. In der Hauptbauphase waren 4000 Arbeiter, ein großer Teil davon Holländer und Italiener an den Arbeiten beteiligt. Der Bau des Kanals gehörte zum weitsichtigen Verkehrskonzept von Kaisers Wilhelm II und war als Verbindung des östl. Ruhrgebietes zum Seehafen Emden gedacht. Einige Jahre später sollten der Bau von RHK und WDK als Anbindung an das übrige Ruhrgebiet und dem Rhein folgen. Auch die Pläne für den Mittelland Kanal als Verbindung zur Weser, Elbe und weiter bis zur Hauptstadt Berlin waren bereits fertig und wurden später umgesetzt. Von Dortmund führt der Kanal nach Niedersachsen und mündet bei der Schleuse Gleesen in die kanalisierte Ems. Auf insgesamt 138 km werden 48 m Höhenunterschied mit 8 Schleusen überwunden. Das Alte Schiffshebewerk bei Henrichenburg (mittlerw. Industriedenkmal) wurde 1962 durch ein modernes neues Hebewerk ersetzt. Seit Ende 2005 wurde auch dieses stillgelegt. Eine hochmoderne   so genannte Sparschleuse mit 2 treppenförmigen Schleusenkammern hat deren Aufgaben übernommen. Weitere besondere Bauwerke des DEK sind 6 Sicherheitstore, mit denen im Notfall Teilstücke abgeschottet werden können und 5 Brücken, auf denen der Kanal über Straßen und Gewässer, wie Lippe, Stever und Ems, geführt wird. Die Sicherheitstore haben in den vergangenen Jahren ihren Zweck erfüllen können. Bei zwei Unglücksfällen, bei denen im Bereich von Kanalüberführungen schwerwiegende Undichtigkeiten am Kanalbett aufgetreten sind, konnte durch Schließen dieser Tore ein Leerlaufen von weiten Teilen des DEK und eine damit verbundene Überflutungskatastrophen so gerade noch verhindert werden. Bereits in den   60er Jahren wurden mit weitreichenden Umbauarbeiten begonnen.                        Durch Begradigungen sind die Alten Fahrten Olfen, Lüdinghausen-Senden, Hiltrup und Fuestrup entstanden. Früher ein wahres Eldorado für den Angler. Heute haben diese Angeloasen durch Abdeichungen und Trockenlegungen leider ihren Wert verloren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist  der Abschnitt nördlich von Datteln bis zum Abzweig Mittellandkanal keine riesige Baustelle mehr. Der Kanal ist fertig gestellt, das Angeln macht in diesem Bereich wieder Sinn. Die Baumaßnahmen sind planmäßig 2011 beendet worden. Nach dem Bau gibt es am DEK herrliche Angelplätze. Im gesamten Bereich, von Dortmund bis nach Niedersachsen gibt es eine Vielzahl an kleinen und großen Häfen, wo das Angeln in den meistens Fällen auch geduldet wird. Wer bereit dazu, ist vom Ruhrgebiet mal etwas weiter nördl. Richtung Rheine zu fahren, findet hier beste Bedingungen vor. Die Schifffahrt ist nicht mehr so heftig, das Wasser ist gesund und auch die Umgebung ist teilweise sehr ruhig und beschaulich. Dazu kommen gesunde Bestände an Weißfische, Karpfen, Aal, Zander und Barsch. Selbst der Hecht ist noch häufig vertreten. Gerade im Bereich der Schleusenanlagen bei Rodde, Venhaus, Hesselte, und Gleesen lässt sich, z.B. mit einem Schirmzelt ausgerüstet, ein Super Angelwochenende verbringen. Am Sonntag Nachmittag sind diese Schleusenanlagen übrigens nicht in Betrieb. Genaue Schleusenzeiten: Werktags 6.00-22.00 Uhr, Sonntags u. Feiertags 6.00-14.00 Uhr Mit der Schleuse Gleesen, bei km 138,3, hört die Gültigkeit des Erlaubnisscheines für unsere Kanäle dann auch auf. Der weitere Verlauf der kanalisierten Ems wird abschnittsweise von den örtlichen Fischereivereinen bewirtschaftet. Dort sind auch Gastscheine zu erfragen. Petri Heil ihr Kanalangler Udo                     Angeln im Ruhrpott