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Angeln im Ruhrpott
Der Zander:
Der Zander ist einer der beliebtesten Zielfische in der Sportangelei.
Der Zander auch, Hechtbarsch, genannt, gehört zur Familie der Barsche. Er ist der größte im Süßwasser
lebende barschartige Fisch Europas.
Er hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Als Vertreter der Barschartigen hat der Zander
zwei Rückenflossen, die Vordere mit Stachelstrahlen und die Hintere mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist
zugespitzt, das Maul tief gespalten. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne.
Der Zander lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Kanälen und Seen. Er findet sich im Elbe,
Oder - und Donaugebiet und inzwischen auch durch Besatz im Rhein, Mosel, Lippe und Wesergebiet
wieder. Er lebt in tieferen trüben Gewässern, er ist ein Fisch mit sehr schnellen Wachstum.
Er jagt kleinere Fische wie Rotaugen, Güstern, Barsche, Ukelei oder Grundeln. Zander bevorzugen große
Gewässer mit Tiefen von wenigstens vier bis fünf Meter für ihre jagt auf Beutefische.
Die mittlere Länge beträgt 40-50 cm. In seltenen Fällen wird er bis 1,30 m lang und erreicht dabei ein
Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20
Jahre alt werden.
Er jagt sehr gerne in den frühen Morgenstunden
oder wenn es langsam dunkel wird am späten
Abend. Der Zander erhält gegenüber dem Hecht
zunehmende Bedeutung als Raubfisch, als
Beutefisch hat er sich in den Kanälen und
Flüssen von NRW auf die Grundel so richtig
eingeschossen. Ich selber angel sehr gerne mit
einer Kesslergrundel am Drillingshaken im
Duisburger Hafen und Rhein auf Zander.
Auch mit künstlichen Ködern ist der Zander gut zu beangeln. Mit an der Jahreszeit angepasste Größen
von Twistern, Wobbler, Gummifisch am Jighaken oder an der Dropshot Montage. Er geht aber auch an
große Blinker und Spinner die im Wasser richtige starke Druckwellen erzeugen und ihn so zu einem
Anbiss verleiten.
Fressverhalten und Jig-Technik beim Zander angeln.
Beim Fressen reißt ein Zander kurz vor dem Einholen der Beute sein Maul blitzartig auf, wodurch in der
Mundhöhle des Zanders ein Unterdruck entsteht und der Beutefisch regelrecht eingesaugt wird. Man
braucht beim Zanderfischen also eine Methode, bei der der Köder nicht an der gespannten Schnur,
sondern schwebend präsentiert wird, sodass der Räuber diesen problemlos inhalieren kann. Genau für
solche "schwebende" Köder-Präsentation wurde die sogenannte Jig-Technik entwickelt.
Wobei in regelmäßigen Abständen der Köder "hüpfend" über den Grund präsentiert wird.
Durch 2 Umdrehungen an der Rolle kurbeln wir zeitgleich die lose Schnur ein und halten sie so in der
Absinkphase immer auf Spannung.
Die folgend entstehende Absinkphase ist der Moment, in dem die meisten Bisse erfolgen.
Die Typischen Zander Hot Spots in den Kanälen sind:
1)
Der Übergang von Spundwänden zu Steinpackungen
2)
Verbreiterungen oder Verengung der Fahrrinne
3)
Kanal-Kurven - Übergänge zu Bächen
4)
Häfen und Hafeneinfahrten
5)
Einläufe oder Schleusen
6)
Schiffsanleger Poller mit Steg
Jede Stelle, an der Bewegung im Wasser herrscht und Strömung entsteht, ist ebenfalls ein top
Hot Spot im Kanal. Dort lohnen sich immer ein paar Würfe, die dich zu deinem nächsten
erfolgreichen Zanderfang bringen können.
Der Zander ist ein Fisch, auf den es sich immer zu Angeln lohnt.
Zum Schluss noch ein Interessanter Beitragsfilm über das Zander Angeln.
https://www.youtube.com/watch?v=4Au1u43LYKw
Petri Heil ihr Kanalangler Udo.